Canyonlands National Park

Der Canyonlands Nationalpark in Utah ist in drei Teile aufgeteilt - der sehr bekannte "Island in the Sky"-District, der "Needles"-District und dem schwer zugänglichen "The Maze". Ich beziehe mich hier auf die ersten beiden Districts, the Maze habe ich leider auch noch nicht besichtigt.

Wichtig zu wissen: Die Eingänge zu der beiden Districts liegen 180km und gut 2,5 Std. voneinander entfernt! Die bekannte Ortschaft Moab ist also nur als Startpunkt für den Island in the Sky zu empfehlen!

The Needles

Der Needles-District ist recht ursprünglich, keine großen, glanzvollen Visitorcenter, eine Karte gab es vor Ort nur handgezeichnet als kopiertes DIN A4-Blatt... aber das macht diesen Teil des Parks für mich auch ansprechend: keine Massen asiatischer Bustouristen, die mit Sonnenschirmen durch den Park stürmen, keine Naturkulissen, die durch plärrende Handymusik irgendwelcher Teens gestört werden. Campgrounds sind auch vorhanden, allerdings ohne Duschmöglichkeiten, dafür hat man dort eine einigermaßen gute Chance auch spontan noch einen Platz für sein Zelt zu ergattern. Falls man doch im Park selbst kein Glück mehr hatte, gibt es vor den Toren des Parks noch einige weitere private Campgrounds sowie den Needles Outpost. Letzterer bietet neben Duschmöglichkeiten auch einen kleinen Shop, wo man das allernötigste fürs Camping einkaufen kann.

Für den Needles District sollte man einige Zeit einplanen, denn man bekommt von diesem Teil des Parks nur einen Eindruck, wenn man auch wandert aber die meisten Wanderungen sind sehr lang. Es gibt nur 4 sehr kurze Trails zwischen 0,5 und 4 km, alle anderen Trails bewegen sich zwischen 10 und 34 km, was im Sommer einen Tagestrip mit Wanderung schon schwierig macht, denn aufgrund der extremen Temperaturen sollte man eine solche Wanderung im Sommer, wenn überhaupt in der Morgendämmerung beginnen um zeitig wieder zurück zu sein. Selbst im September ist es noch sehr heiß und ein körperliche Herausforderung einen dieser Trails zu laufen. Die meisten Trails sind miteinander vernetzt, sodass man aufpassen muss, nicht versehentlich die falsche Abzweigung zu nehme. Die Trails werden meist nur durch Steinhaufen, sogenannte "Cairns" markiert und es gibt kaum schattige Plätze. Manche Trailheads sind nur mit einem geländegängigen Fahrzeug zu erreichen.

Island in the Sky

Der Island in the Sky-District ist der populärste Teils des Nationalparks, dementsprechend mehr Touristen sieht man dort auch. Allerdings hält sich das, zumindest im Sommer, auch im Rahmen, sodass man dort dennoch entspannt alles erkunden kann. Island in the Sky beeindruckt vor allem mit seinen spektakulären Ausblicken - die "Insel" ist ein Sandsteinfelsen, der mehr als 1000 Meter über dem umgebenden Gelände liegt. Viele Aussichtspunkte sind bequem mit dem Auto zu erreichen - man bekommt an diesen einen guten Eindruck des Parks und auch wirklich spektakuläre Aussichten geboten. Dennoch gibt es auch viele Wanderwege in diversen Schwierigkeitsstufen und Längen, für Offroad-Fans und Biker bieten sich ebenfalls viele Möglichkeiten! 

Der Ideale Startpunkt für diesen Park ist der oben bereits erwähnte Ort "Moab". Von hier aus kann man neben dem Island in the Sky-District auch den Arches National Park und den Dead Horse Point State Park erkunden. Moab ist eine richtige Outdoor-Adventure-Stadt. Noch hat sie ihren Charme nicht verloren, es wird aber wie wild überall groß gebaut und man kann sich denken, wie es dort in wenigen Jahren aussehen wird... Wer mit ATVs Sandsteinfelsen erklimmen oder über Sandpisten driften, mit dem Kanu oder Floß die Whitewater des Colorado befahren oder lange Schluchten an Ziplines hängend überqueren möchte, ist hier genau richtig. Hotelzimmer sind reichlich vorhanden, aber in der Hauptsaison, an Feiertagen und Wochenenden doch rar und/oder verdammt teuer, es gibt auch keine vernünftige Ausweichmöglichkeit, also sollte man verbuchen, wenn man bestimmte Präferenzen hat, was die Qualität der Unterkunft oder das eigene Budget angeht.



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