Schnee bei 40 Grad - White Sands

Nachdem wir spontan beschlossen hatten, aufgrund einer dicken Schlechtwetter-Front unsere Tage in New Mexico anstatt in Arizona zu verbringen, stand als nächstes Ziel nach Santa Fee das White Sands National Monument auf dem Plan. Das bedeutete für uns wieder einen langen Fahrtag. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen, auf der Fahrt durch Albuquerque noch einen kurzen Stop in DER Waschanlage einzulegen - Kenner wissen wovon ich spreche *g* Wir wollen eigentlich nur kurz das typische, ultrapeinliche Touristenfoto schießen und schon kam einer raus geflitzt und lud uns ein, die Waschstraße zu besichtigen! Ernsthaft, Waschstraßenbesichtigung? …also besichtigten wir die Waschstraße, kauften ein paar Souvenirs und setzten unsere Reise in Richtung Süden fort.

 

Als wir endlich im National Monument ankamen, stand die Sonne schon tief - ein Nachteil, wenn man im September reist, die Tage sind schon wirklich kurz! Wir hatten also lange nicht die Zeit dort, die wir gerne gehabt hätten, denn man kann Stundenlang seine Blicke über die Landschaft schweifen lassen. Man sitzt im gut klimatisierten Auto, fährt durch den Park, die Sonne strahlt, blauer Himmel und plötzlich hat man ein Gefühl von Skiurlaub. Links und rechts der Straße türmt sich die weiße Masse, selbst die Straßen sehen aus, als wären sie belegt von Eis und Schnee. Und dann steigt man aus - 40 Grad knallen einem entgegen - ach stimmt, da war ja was. Dann eben Karibik. Ohne Meer… Auf den ersten Blick strahlend weißer Sand, aber kaum ein paar Schritte und ein Handabdruck in der weißen Masse später stellt man fest, dass die Konsistenz doch eine andere ist - es handelt sich nämlich tatsächlich um Gips! Wir erlebten einen tollen Sonnenuntergang, mit leuchtender Bergkette im Hintergrund. 

Schade schade, gerne hätten wir mehr Zeit gehabt! 

 

Kleiner Sidekick : Der Park wird 1-2 Mal die Woche gesperrt, da auf der nahegelegenen White Sands Missile Range Raketentests durchgeführt werden. Schilder machen darauf schon auf dem Weg zum Park deutlich aufmerksam. 

 

Die Nacht verbrachten wir in Alamogordo, denn am nächsten Tag mussten wir schon wieder Richtung Westen weiterfahren.

Die Fotos findet ihr hier:

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White Sands National Monument  |  27 images

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Spontane Planänderung

Santa Fee & Bandelier National Monument

Kaum waren wir aus dem Canyonlands National Park Needles District und dem umgebenden riesigem Funkloch raus, checkten wir den Wetterbericht. Leider bestätigte sich, was wir Tage zuvor schon in der TV-Wettervorhersage ankündigt wurde. Für die folgenden Tage, die wir eigentlich zeltend im Monument Valley und im Grand Canyon National Park verbringen wollten ,waren schwere Thunderstorms angesagt. Im Grand Canyon mit Temperaturen um die 6 Grad…. Aber auch im Monument Valley macht zelten in nassem, roten Sand auch nur mäßig Spaß…. Was soll man bei Regen in Page machen, nicht mal die Antilope Canyon kann man besichtigen…. Aber was nun? Zurück hoch nach Moab? Nein, zu teuer und das Wetter sollte dort auch nicht ganz prall werden. Durch Arizona bis nach Kalifornien durch? Geht auch nicht, was sollen wir denn da ganze zwei Wochen am Stück? Na, schauen wir mal auf der Landkarte nach rechts…. Colorado…hmmm… New Mexico…. hm, was gibts denn da so? Puh! Normalerweise beschäftige ich mich schon Monate im Voraus mit unseren Touren und habe jeden möglichen Sightseeing Stop, Park und Hike im Kopf, weiß genau was man sehen muss und wo man nochmal anhalten kann, wenn man Zeit über hat. New Mexico hatte ich bisher aber noch so gar nicht auf dem Schirm und mangels Zeit und richtig gutem Handyempfang konnte ich auf die Schnelle nun auch keinen Plan für eine ganze Woche aus dem Ärmel schütteln. Also blieb nur der Blick auf Google Maps und die spontane Entscheidung „Santa Fee hört sich doch ganz gut an!“ Also auf nach Santa Fee! Vom Canyonlands nach Santa Fee ist es allerdings eine ordentliche Strecke, aber auch unterwegs war das Wetter eher durchwachsen, also fuhren wir durch…

Nein Stop. Wir fuhren leider nicht durch, wir machten tatsächlich einen kurzen Stop am Four Corners Monument. Für mehr Realität im Internet…. kleiner Tip von mir: Wenn ihr noch etwas besseres vorhabt - ein Bingo Abend zum Beispiel, oder Fußnägel schneiden - fahrt dran vorbei :)

Ein staubiger Parkplatz, 5$ Eintritt pro Person, viele leere Indianer Buden, einige Besetzte mit lethargisch dreinschauenden Souvenirverkäufern. Toiletten, die viele hundert Meter entfernt mit der Nase auszumachen waren. Ein paar Futterbuden, nix pralles. Das alles um eine Platte im Boden zu bewundern, wo die Staaten Utah, New Mexico, Arizona und Colorado zusammen treffen. Nichtmal besonders historisch, denn der Punkt wurde schon einige Male verschoben, zuletzt in den 70ern. Ja, wir haben es vorher schon gelesen, aber „wenn man schonmal da ist“ …würde ich jetzt sicher dran vorbei fahren.

Außerdem sahen wir noch den markanten Shiprock unterwegs, der von großer religiöser und kultureller Bedeutung für die Navajo Indianer ist.

Schnell von unterwegs noch ein Hotel gebucht, nachmittags in Santa Fee eingetroffen, eingecheckt und… ja was macht man denn eigentlich so in Santa Fee? Erstmal Richtung Downtown und schauen, obs da was feines zu Futtern gibt. In New Mexico fallen einem zuerst die interessant gestalteten, im Adobe-Stil erbauten Häuser ins Auge. So ist auch die Innenstadt von Santa Fee ganz in diesem Stil gehalten - sehr sympathisch.

Dennoch finden wir für uns nicht das Richtige zum Einkehren, also befragen wir das Internet und bekommen eine Empfehlung für ein kleines Restaurant mit mexikanischer Küche, welches dazu noch in der Nähe unseres Hotels liegt. Also los, dort hin, es wurde eh schon dunkel.

Das Restaurant war wirklich der Hit, kleiner feiner Familienbetrieb, Ambiente vom Frühstücksraum im Motel 6, super freundliches und lustiges Personal, der Laden dazu rappelvoll, das Essen mega! Wer also mal in Santa Fee ist, sollte das Pantry Restaurant besuchen!

Abends nochmal im Netz recherchieren - was kann man hier machen? Gibts Nationalparks? Schöne Ecken zum Wandern?  Schnell zeigt sich: so üppig wie in Utah ist die Auswahl nicht. Also fällt die Entscheidung auf das Bandelier National Monument. Bandelier liegt in direkter Nähe zu Los Alamos, welches durch das Manhattan Projekt während des zweiten Weltkriegs Bekanntheit erlangte.

Das National Monument selbst ist vor allem für die „Frivoles-Schlucht“ bekannt, diese wurde früher von Puebla-Indianern besiedelt, die in den steilen Felswänden ihre Behausungen eingerichtet haben. Auch die in oder andere Kiva kann man dort noch sehen. Um zwischen Mai und Oktober in den Park zu gelangen, nimmt man ab dem Visitor Center des vorgelagerten Orts White Rock den Shuttlebus zum Park. Ausreichend Parkmöglichkeiten sind am Visitor Center vorhanden. Das Shuttle fährt zwischen 09:00 und 15:00 Uhr je nach Wochentag alle 20-30 Minuten und ist kostenfrei. Das letzte Shuttle verlässt um 17:00 Uhr den Park. Es war sehr heiß im Park, also entschieden wir uns für eine kurze Wanderungen - den Main Loop Trail, der an den Felshäusern vorbei für und ein Abstecher zum Alcove House - einer Fels Alkove mit rekonstruierter Kiva, die man mittels mehrerer, steiler, langer Leitern erklimmt - das war für mich als „Höhenangstler“ schon eine Herausforderung!

Abends widmeten wir uns ein weiteres Mal der Altstadt von Santa Fee.

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Bandelier National Monument  |  50 images

Santa Fee  |  12 images

GSENM - Unpaved Roads und der Kodachrome Basin SP

Unser erster Tag im Grand Staircase Escalante National Monument (GSENM).

Der Plan war vom Zion bis nach Escalante zu fahren, unterwegs den Kodachrome Basin State Park zu besuchen und einen Teil der Cottonwood Canyon Road zu fahren. Leider sah das Wetter schon hinter den Zion Mountains nicht mehr ganz so freundlich aus.

 

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Die Strecke über den HW 88 und den Scenic Byway 12 zum Bryce Canyon bzw. bis nach Tropic kannten wir bereits, aber ich würde diese Strecke immer wieder wählen! Eigentlich hatte ich vor, noch einmal kurz beim Bryce NP rein zu schauen, denn dort waren wir erst ein mal, da das Wetter aber nicht dazu einlud, fuhren wir weiter, durch Tropic nach Cannonville und hier sollte irgendwo der Kodachrome Basin SP und auch der Beginn der Cottonwood Canyon Road (CWCR) sein? 

Kurz vorher informierten wir uns im Cannonville Visitor Center des BLM über die Straßenbedingungen, denn es hatte die Wochen zuvor immer wieder sehr stark geregnet und am Himmel waren neben leuchtendem Blau viele dicke weiße aber leider auch dicke dunkelgraue Wolken unterwegs. Die Straße sollte befahrbar sein, aber wir sollten das Wetter gut beobachten wurde uns geraten. 

 Die Straßen durch das GSENM sind unbefestigt, mal fährt man auf Schotter, aber gerade die CWCR bietet lange Strecken auf lehmiger Erde, was bei Regen zur Katastrophe werden kann. außerdem besteht ja in diesen Gebieten stets die Gefahr von Flash Floods, auch wenn es viele Kilometer entfernt regnet. Dass wir einige Washes durchqueren mussten, war uns vorher schon bekannt. Nun gut, wagen wir es. Die Schilder zum Kodachrome waren schnell gefunden und dort sollte auch gleich der Beginn der CWCR sein. Hm irgendwie verwirrend, da steht ein Schild? Was sagt die Karte? Hm, ich sehe die Straße auf dem GPS, aber leider keinen Straßennamen... Ich glaub wir müssen hier rein! Gesagt getan... 

 

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Die Strecke war sehr schön, steil bergauf, steil bergab, tolle Aussichten, gefährliche Abhänge... hm aber müsste jetzt nicht bald mal der Trail zum Grosvenor Arch kommen? Der Fahrer und seines Zeichens Techniker an Bord macht sich langsam sorgen um den Zustand unser Sports Utility Vehicle und behandelt es mit Samthandschuhen, bloß nicht zu schnell! 

 

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Ab und an kommen uns Amis in ihren SUVs mit doppelter Geschwindigkeit entgegen. Als dann noch irgendwann eine einfache Limousine zum überholen ansetzt, schüttelt er nur noch mit dem Kopf. Einwände von mir, dass unser massiver SUV dass dann wohl auch aushalten müssen werden ignoriert. Ich hab ja eh keine Ahnung. In besagter Limousine sitzt eine amerikanische Touristenfamilie, sie hielten kurz an weil sie fragen wollten, ob wir wüssten wie weit der Weg noch ginge, wir verneinten, aber bei dem Gespräch kam heraus, dass wir uns verfahren hatten! Wir befanden uns gar nicht auf der CWCR sondern auf der BLM500 - der Skutumpah Road! Blöd. 

 

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Natürlich hatte ich die Tagesplanung auf die CWCR ausgerichtet und mitten im Nichts könnte ich auch im Internet nicht spontan nach schönen Wanderungen (z.B. dem Willis Creek oder Bull Valley Gorge) in der Gegend suchen. Wir entschieden uns also umzudrehen. 

 

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Na gut, dann eben direkt zum Kodachrome. Und was sehen wir beim Welcome Sign des Parks?! Das Hinweisschild zur CWCR.... also geht die Straße zum Park direkt in die CWCR über. Genauer gesagt ist die Straße zum Park schon eben diese. Später ist man meist schlauer... Wir lassen den Park erstmal links liegen und fahren auf der Straße weiter. Zum Grosvenor Arch werden wir’s doch wohl noch schaffen! 

 

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Doch ich bekomme ein immer unangenehmeres Gefühl in der Bauchgegend, obwohl über uns noch meist der blaue Himmel strahlt - die dunkelten Wolken werden mehr und am Horizont sind vereinzelt starke Schauer zu sehen. Teils läuft Wasser in Rinnsalen über die rote Lehmstraße - soll das so oder müssen wir schon besorgt sein? Die Washes lassen sich zwar mit hoher Bodenfreiheit noch bequem durchqueren, aber der Fahrer ist mittlerweile ein wenig genervt, weil er hinter jeder Bodenwelle den Zusammenbruch des SUVs vermutet. Also drehen wir um. 

 

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Später auf den GPS Daten der Kamera sehe ich, dass wir ziemlich genau auf der Höhe des Grosvenor Arch umgekehrt sind...

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Grand Staircase Escalante National Monument  |  119 images

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Zion National Park - Kanarra Creek Trail

Kurz vorweg - der Kanarra Creek Trail befindet sich außerhalb des Zion National Parks, also ist der Titel so eigentlich nicht richtig. Dennoch habe ich ihn gewählt, um Euch aber einen Anhaltspunkt zu geben, wo dieser Trail so ganz ungefähr in den Staaten zu finden ist.

Die Wanderung zu den Kanarraville Falls ist ein wunderschöner, besonders im Sommer sehr erfrischender Trail in der Nähe des Zion National Parks. Sehr schön und abwechslungsreich mit allem, was das Herz begehrt: einem Slotcanyon, Wasserfällen, Kletterpartien, frischem Grün, nassen Füßen und vielen, sehenswerten Fotomotiven. Man startet in Kanarraville, welches ca. 45 Fahrminuten und ca. 50 km von St. George entfernt liegt. Am Trailhead gibt es einen Parkplatz, an dem man (2016) 10 USD Parkgebühren zahlt und schon kann es los gehen.

Trailhead: 37°32’15.2″N 113°10’32.5″W

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Wir sind den Trail im September gelaufen und recht früh aufgebrochen, wir waren fast den gesamten Weg allein unterwegs, allerdings habe ich mittlerweile schon viele Berichte gelesen, dass es mittlerweile und vorallem im Sommer schon recht überfüllt dort sei. Früh aufzubrechen ist also zu keiner Jahreszeit eine schlechte Idee.

Ich hatte mich im Vorfeld etwas informiert und mir Neoprensocken besorgt, Sven hingegen hielt dies für überflüssig, was im ca. 2 Stunden lang Eisfüsse bescherte - denn irgendwann kann man nicht mehr am Ufer entlang laufen und muss zwangsläufig durchs Wasser und dieses ist eben äußerst erfrischend :)

Dem Fotobegeisterten sei außerdem zu ND Filtern - am besten als Verlaufsfilter und einem Stativ geraten - dummerweise habe ich meine Filter, die ich extra und eigens für diesen Trail gekauft hatte, im Hotelzimmer vergessen und die Fahrt zurück hätte uns den frühen Start gekostet, also Zähne zusammen beissen und hoffen, dass es auch so geht. Selber schuld...

Zuerst führt der Trail eine breite Straße recht steil hinauf, bis auf einen tollen Ausblick, erstmal nicht so wahnsinnig attraktiv, dann geht es eine Stück weiter auf einer unbefestigten Straße und schon sieht man das erste mal den Kanarra Creek, der den Weg dort das erste Mal kreuzt.

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Zion National Park - Hidden Canyon Trail

Der Hidden Canyon Trail im Zion National Park ist eine schöne, touristenarme Wanderung in einen kühlen, versteckten Canyon. Der Trail startet am Weeping Rock Trailhead, den man bequem mit dem Zion Park Shuttle erreicht (7. Stop).

Es handelt sich nicht um einen Roundtrip, man muss also den gesamten Hinweg wieder zurück. Der erste Teil des Trails ist der selbe, der unter anderem auch zum bekannten Observation Point führt. Also geht es erstmal steil bergauf bis zur Gabelung. Links führt der Weg weiter zum Observation Point und auch zum East Rim Trail, rechts geht's zum Hidden Canyon. Auf dem ersten Stück bieten sich bereits atemberaubende Ausblicke in den Zion Canyon. Auch den Weeping Rock oder einen Teil des Observation Point Trails kann man von oben betrachten.



Nach ein paar Switchbacks und Treppenstufen beginnt der Teil, der für Personen mit Höhenangst wohl nicht ganz so komfortabel ist: Entlang der steilen Canyonwand erstreckt sich ein etwa 1-1,5 Meter breiter, in den Sandstein gehauener Pfad mit einer Metallkette, an der man sich festhalten kann (und sollte).

Bald darauf erreicht man den Eingang des Canyons, der ein paar mit Wasser gefüllte Potholes bereit hält.

Hier ist der offizielle Trail zu Ende, man kann aber durchaus noch weiter in den Canyon hinein, muss sich allerdings auf die ein oder andere Kletterpartie einstellen, es erwarten einen Sandpisten, Gestrüpp, rote, steile und ewig hohe Canyonwände, ein freistehender Arch, umgestürzte Baumstämme und grüne, Moos- und Farnbewachsene Wände.

 

Irgendwann wurde es und allerdings auch zuviel der Kletterei, ich bin ja auch nicht so wahnsinnig groß und machte mir bei einem Felsen, der überklettert werden musste, Gedanken, ob ich denn dort auch wieder zurück kommen würde, also drehten wir um.


Mein Fazit: Wer eine schöne, abwechslungsreiche Halbtageswanderung, abseits der Touristenmassen sucht, ist hier gut aufgehoben! Wir sind zu diesem Hike Mittags aufgebrochen ich würde allerdings den Vormittag empfehlen - auf dem ersten steilen Anstieg ist es dann noch nicht ganz so heiß und während der Mittagshitze ist man in der kühlen Schlucht. Wir waren im September unterwegs.



Facts:

Name: Hidden Canyon Trail

Länge: offizieller Roundtrip 3,9km, zzgl. der Strecke, die man in den Canyon hinein läuft/klettert

Zeitaufwand: ca. 2,5-4 Stunden, auch wieder abhängig von gewählten Länge und körperlichen Verfassung

Höhenunterschied: 300m

Rating: moderate - strenuous, stark abhängig von der Temperatur

Besonderheit: Herausforderung für Menschen mit starker Höhenangst

Portugal - 10 Tage Roadtrip

Eigentlich sage ich mir ja immer "Europa kannst du dir noch anschauen, wenn ich nicht mehr die Möglichkeit hast, viel Zeit und Geld in die Reise zu weit entfernten Destinationen zu investieren"!

Leider ist aber dieses Jahr die Reisekasse etwas knapp, wir waren aber trotzdem sowas von Urlaubsreif, sodass wir beschlossen, über meinen Geburtstag Ende April, eine kleine Kombination aus einem Aufenthalt in Spanien und einem Portugal-Roadtrip zu unternehmen.

So verbrachten wir die ersten Tage in der Gegend um Barcelona um von dort aus dann nach Porto zu fliegen. Dies war unser erster Urlaub dort und ich war für meine Verhältnisse ziemlich schlecht vorbereitet, vielleicht, weil ich hier in Europa immer das Gefühl hab "ach, wenn du was verpasst, fliegst du halt eben schnell nochmal hin!". Also diesmal wirklich alles spontan!

Nun landeten wir mit einiger Verspätung mitten in der Nacht am Flughafen in Porto und haben in den folgenden Tagen einen wirklich wunderschönen, 10 tägigen Roadtrip verbracht!

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Monument Valley

Das Monument Valley an der Grenze zwischen Arizona und Utah beeindruckt durch seine abstrakten Felsformationen. Diese Landschaft ist für viele Menschen "DER" Inbegriff des wilden Westens. Neben den vielen Cowboy-Streifen, die hier gedreht wurden, war die Marlboro-Werbung sicherlich auch ausschlaggebend für dieses Image.

Das Valley selbst ist Navajo-Land und wird auch von diesen verwaltet. Meine Empfehlung ist, sich das Valley für den Nachmittag und Abend vorzunehmen, das Licht ist dann am schönsten - die Formationen glühen förmlich. Wenn man nicht einfach nur vom "The View" Hotel aus die bekannteste Formation aus betrachten möchte, kann man sich auch entweder mit dem eigenen Wagen oder mittels geführter Jeep-/Bus-Tour auf eine Offroadpiste begeben und durch das Valley fahren, die Navajo bieten außerdem auch Pferdetouren an. Wandermöglichkeiten sind begrenzt, es gibt zwar den "Wildcat Trail", der zum West Mitten Butte führt, es scheiden sich allerdings die Geister, ob sich "der Aufwand lohnt" oder ob es eine schöne, einsame Wanderung ist und man auch mal andere Perspektiven auf einen der Tafelberge bekommt.

Probiert es am Besten einfach selbst! :)

Zion National Park

Der Zion National Park in Utah ist mein persönlicher Lieblingspark! Er ist sehr vielseitig - im Gegensatz zu den sehr ariden Parks wie z.B. dem Arches, kann man im Zion sowohl bei großer Hitze Berge erklimmen, als auch durch kühle Flußbetten waten. Rote Steine und dennoch frisches Grün, hängende Gärten, Wasserfälle. Neben dem obligatorischen Wandern kann man hier z.B. auch Canyoneering betreiben oder Klettern gehen. Und selbst für den fußfaulen Bustouristen gibt es leichte Wanderwege, Shuttelbusse und gemütliche Lodges. Wenn man ein wenig aufmerksam ist, sieht man überall etwas kreuchen und fleuchen und die Ausblicke, sowohl aus dem Canyon die steilen Felswände hinauf, als auch von oben hinein sind beeindruckend. In diesen Nationalpark sollte man Zeit investieren, denn nur zu Fuß erkundet zeigt er seine ganze Schönheit!

Außerdem bietet nicht nur der Nationalpark selbst, sondern auch die Gegend drumherum viele spektakuläre Wanderwege für jeden Geschmack!

Leider ist der Zion in den letzten Jahren immer populärer geworden, sodass er, selbst in der Nebensaison absolut überfüllt ist. An den "hippen" Hikes, wie Angels Landing und The Narrows muss man fast schon Schlange gestehen, es ist ein regelrechtes Gedränge. Im Park selbst gibt es bereits einige Hikes, die man nur mit einer speziellen Permit betreten darf, diese werden in den meisten Fällen Monate im Voraus verlost. Es kommen immer wieder Diskussionen auf, ob nicht auch Angels Landing und der Narrows-Trail durch solche Permits vor der Zerstörung durch zu vielen Touristen geschützt werden sollten.

Canyonlands National Park

Der Canyonlands Nationalpark in Utah ist in drei Teile aufgeteilt - der sehr bekannte "Island in the Sky"-District, der "Needles"-District und dem schwer zugänglichen "The Maze". Ich beziehe mich hier auf die ersten beiden Districts, the Maze habe ich leider auch noch nicht besichtigt.

Wichtig zu wissen: Die Eingänge zu der beiden Districts liegen 180km und gut 2,5 Std. voneinander entfernt! Die bekannte Ortschaft Moab ist also nur als Startpunkt für den Island in the Sky zu empfehlen!

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Arches National Park

Der Arches National Park in Utah, USA bildet zusammen mit dem Bryce, Zion, Canyonlands und Captiol Reef National Park die „Mighty 5“ von Utah. Wahrscheinlich sind die ungewöhnlichen, namensgebenden Felsformationen in Bogenform die weltweit bekanntesten Fotomotive dieser 5 Parks, sodass auch der Park selbst, einer der bekanntesten und beliebtesten ist. Viele Touristen übernachten in Moab, wo sich sich alles auf die Bedürfnisse abenteuerlustiger Touristen ausgerichtet hat. Zahlreiche Unterkünfte, Jeep- und Buggytouren, Rafting, Klettern, Campen, Wandern – für jedes Hobby gibt es Touren und Ausstatter. Außerdem erreicht man aus Moab nicht nur den Arches NP in wenigen Minuten, sondern auch den Canyonlands NP und den Dead Horse Point State Park. Zurück zum Park: ein Besuch sollte am frühen Morgen beginnen, es besteht sonst die Gefahr in einem langen Stau am Parkeingang zu stehen und im Park selbst von einer der zahlreichen Bustouristengruppen überrannt zu werden. „Leider“ sind recht viele Arches direkt von der Straße bequemt zu erreichen, sodass man dort immer mit vielen anderen unterwegs ist, man sollte also unbedingt die etwas schwierigeren Trails wandern, wenn man etwas Ruhe und Abgeschiedenheit schätzt, wie z.B. den Primitive Trail, der hinter dem Devils Garden Trail den Loop schließt.

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Arches National Park  |  40 images

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Grand Teton National Park

Der Grand Teton National Park ist ein, in Deutschland leider eher unbekannter Nationalpark, direkt unterhalb des populären Yellowstone NPs in Wyoming/USA – zu unrecht! In den Tetons gibt es wunderschöne Bergpanoramen, unglaublich klare Seen, viele Wanderwege und natürliche eine vielfältige Flora und Fauna. Bären, Hirsche, Elche, Eichhörnchen & Co. kann man mit recht großer Wahrscheinlichkeit und etwas Glück hier antreffen. Falls Ihr also mal in der Gegend seid – fahrt nicht nur durch den Grand Teton National Park durch, sondern nehmt euch ein paar Tage Zeit, um diesen tollen Park zu erkunden!

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Grand Teton National Park  |  48 images

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